15. Spieltag | 22.11.2025
Zuschauer: 14.386
Servus Schanzer,
Gerne würde ich diesen Bericht nutzen, um euch vom erfolgreichen Abschneiden unseres FCI im Landespokal gegen den SSV Jahn 2000 zu erzählen. Doch dieses Mal meinte es der Fußballgott nicht so gut mit uns: Nach einer schwachen ersten Hälfte und dem Ausgleich in Überzahl mussten wir uns schließlich im Elfmeterschießen geschlagen geben. Die Teilnahme am DFB-Pokal ist damit erst einmal in weite Ferne gerückt (theoretische Teilnahmemöglichkeit über eine Spitzenposition in der Ligatabelle) und das dringend benötigte Geld durch eben diese Teilnahme oder den Sieg des Länderpokals ist futsch. Schlussendlich können wir es nicht mehr ändern und müssen uns jetzt voll und ganz auf die Aufgaben in der Liga konzentrieren. Dass es dafür gleich als Belohnung das Spitzenspiel beim VfL Osnabrück gab, scheint mir angesichts der anderen Partien an diesem Spieltag doch etwas überraschend. Als FCI-Fan nimmt man historisch aber sowieso, was man kriegt, und freut sich an diesem Spieltag wenigstens über die ungewohnt späte Abfahrtszeit durch den Anpfiff um 16:30 Uhr.
Die völlig entspannte Hinfahrt endete dank grandioser Lotsen in Osnabrück kurzerhand vor dem Heimblock. Der panische Busfahrer musste daraufhin umdrehen und eine Extrarunde in Osnabrück drehen.
Das Ziel war eines der historischeren Stadien der 3. Liga. Mit der Bremer Brücke erwartete uns noch ein echtes Schmuckstück ohne Sponsorennamen – gefällt mir! Das Beflaggen des wie immer bei Auswärtsfahrten über 400 km dürftig besetzten Auswärtsblocks – bis auf die Schanzer Ultras – ging recht schnell und entspannt. Einige von euch haben sicherlich mitbekommen, dass ab Anpfiff die ersten 12 Minuten dieses Spieltags fast bundesweit alle Kurven ohne organisierten Support verbracht haben. Wer mehr Informationen zur anstehenden IMK 2025 erhalten möchte und sich für die Hintergründe zum Thema interessiert, dem lege ich folgenden Link oder das Stadionheft zum Heimspiel gegen 1860 München dringend ans Herz: https://www.youtube.com/watch?v=kijSYFBZFnk.
Auf dem Platz gibt es dann heute das Spiel schnell und einfach zusammengefasst. Was lange nach einer vielleicht schmeichelhaften, zum Teil aber auch verdienten Punkteteilung und Nullnummer im Spitzenspiel ausgesehen hat, sollte durch einen Gegentreffer in der 87. Minute nach einem Kopfball nach einer traumhaften Flanke im Strafraum der Schanzer mal wieder zum Dreier für Osnabrück werden. So stabil wir phasenweise in der Defensive stehen, so ideenlos und chancenarm wirkt das als Möchtegern-Bundestrainer auf den Rängen teilweise. Dafür ist auch weiterhin nicht hilfreich, dass unsere neu eingekauften Stürmer ähnlich gefährlich scheinen wie ein Schanzer Ultra im Vergleich zu Ultras Dynamo.
Besser zeigte sich hingegen die Stimmung auf den Rängen an diesem winterlichen Nachmittag in Osnabrück. Sowohl die gut 80 Schanzer Ultras auf den Rängen, die mit ein paar wenigen Normalos einen durchweg stimmigen Support und eine für unsere Verhältnisse zufriedenstellende Mittmachquote erreichen konnten, als auch der Osnabrücker Anhang rund um die Führungsgruppe der VC, welche die zweite Halbzeit mit einer anständigen Pyroshow aus Rauch und Fackeln präsentierten und den Osnabrücker Nachthimmel erhellten, trugen dazu bei.
Auf der ansonsten ereignislosen Heimfahrt durfte das aktuelle Resümee am Stammtisch im Bus natürlich nicht fehlen. Mittlerweile ist wohl jedem klar, wo wir tabellarisch in dieser Saison mitspielen werden. Die Luft wird dünner und der ernüchternde Blick auf die Tabelle schmerzt. Punktgleich mit dem Abstiegsplatz und dem Team aus Aue dürfte es in gut zwei Wochen richtungsweisend werden, ob unsere Schanzer die Winterpause auf einem Abstiegsplatz verbringen müssen. Zuvor muss es aber am Samstag im Sportpark gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim mit Zeitler, Llugiqi und Co. eine Leistungssteigerung geben, um die wichtigen drei Punkte in der Donaustadt zu behalten.
Für immer Schanzer!




