FC Ingolstadt – Rot-Weiss Essen (1:2)

14. Spieltag | 08.11.2025

Zuschauer: 4.446

Servus Schanzer,

Nach der ersten Niederlage nach zuvor drei Siegen in Folge stand heute mit einem Traditionsgegner wieder ein schwerer Gegner im Sportpark auf dem Programm. Gleichzeitig sollte dieses Spiel auch hinsichtlich der aktuellen Tabellensituation richtungsweisend werden, denn die Mannschaft aus Essen darf man doch zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten zählen. Zudem galt es, die Niederlage in Köln einzuordnen. In der aktuellen tabellarischen Situation ist ein Sieg im Heimspiel unbedingt nötig, um sich im Mittelfeld festbeißen zu können. Eine Niederlage bringt gleichzeitig die Gefahr mit sich, schnell Richtung Tabellenkeller zu rutschen. Dass dieses Spektakel erneut nur gut 4.500 Zuschauer in den Sportpark lockte, zeigt, wie sehr unser FCI aktuell auch außerhalb des Grüns zu kämpfen hat.

Zum Intro präsentierte der Anhang aus Essen eine Choreografie unter dem Motto „Kruppstahlstadt“ inklusive Blockfahne mit Kanone und Konterfei der Familie Krupp. Ein schönes Intro, das den an diesem Samstag so glanzlosen Sportpark etwas aufhübscht. Wenngleich das gezeigte Choreomotiv für den Normalsterblichen eher abschreckend als kreativ bezeichnet werden würde, dürfte die Dankbarkeit der Familie gegenüber unter den Essener Anhängern aber durchaus weit verbreitet sein.

Auf dem Rasen dürften sich dann viele Befürchtungen nach dem Spiel in Köln bestätigen. Es war eine chancenarme erste Halbzeit, in der unsere Schanzer erneut Probleme beim Herausspielen zwingender Torchancen hatten. Defensiv hingegen gelang es ihnen, die wichtige 0 zur Pause zu bringen. Diese Umstellungen nutzten die Gäste bereits sechs Minuten nach dem Seitenwechsel zur 1:0-Führung durch Potoncnik. Dem kurzen Aufbäumen des FCI im Anschluss fehlte leider die zwingende Idee, was in der 77. Minute durch Mizuta nach einer Unaufmerksamkeit unserer Abwehr folgerichtig zum 0:2 aus Sicht der Schanzer führte. Insgesamt waren das vermutlich zwei Tore, die man an einem Heimspieltag einfach nicht kassieren darf. Ein kurzer Hoffnungsschimmer, an diesem Samstag doch noch Zählbares im Sportpark zu behalten, bescherte uns Kaygin kurz vor Schluss, als er mit einem fälligen Elfmeter auf 1:2 verkürzen konnte. In den letzten zehn Minuten schien die Luft dann aber irgendwie raus zu sein und so mussten wir erneut eine Heimniederlage zu einem wichtigen Zeitpunkt in der Saison hinnehmen.

Was nach diesem Spiel bleibt, ist wieder ein großes Fragezeichen. Vor ein paar Wochen hatte ich euch noch von der Siegesserie des FCI erzählt. Seither gab es jedoch zwei Niederlagen und das Auswärtsspiel in Osnabrück steht bevor. Durch eine erneute Niederlage droht sogar ein Abstiegsplatz in der Tabelle. So richtig schlau werde ich aus meinem Team aktuell nicht. Als Möchtegern-Bundestrainer könnte ich euch jetzt natürlich erzählen, was ich von der Südtribüne aus alles verändern würde. Diese Aufgabe überlasse ich heute aber lieber Sabrina, Fabi und Co. Bleibt zu hoffen, dass sie mit ihrem Team die richtigen Stellschrauben finden und uns bis zum Winter in ruhigeres Fahrwasser bringen können.

Vorwärts, Schwarz-Rot!