05. Spieltag | 13.09.2025
Zuschauer: 3.790
Servus Schanzer,
nach dem furiosen 7:4-Sieg im Landespokal gegen den TSV Landsberg, bei dem unser FCI in Bestbesetzung zwischenzeitlich sogar mit 0:2 gegen den Fünftligisten zurücklag, ging es Gott sei Dank in die erste Länderspielpause der noch jungen Saison. Diese kam unserer Mannschaft gelegen, denn die drei Punkte aus den ersten vier Spielen waren eine magere Ausbeute. Wir hofften, dass die Baustellen in der Zwischenzeit analysiert und behoben werden konnten, und gingen recht erwartungsvoll in die Partie gegen Schweinfurt – zugegebenermaßen auch, weil der Aufsteiger einen katastrophalen Saisonstart mit null Punkten und null Toren hingelegt hatte.
Bei angenehmem Wetter verirrten sich am Samstagmittag zwar nicht ganz so viele Zuschauer in den Sportpark wie tags zuvor beim 2:0-Sieg unserer U21 gegen die Berliner Content-Kicker ins ESV-Stadion. Dafür war das Spiel dem BR aber anscheinend interessant genug für eine Übertragung. Unsere Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht, denn es dauerte keine drei Minuten bis zur Schweinfurter Führung. Erst haute Decker in ein Luftloch, dann ließ Ponath den Ball ins eigene Netz abprallen. Es wäre ja lustig, wenn das das erste Drittliga-Tor der „Schnüdel” seit über 20 Jahren gewesen wäre, wenn es nicht so traurig wäre. Die Schweinfurter waren auch weiterhin überlegen, doch mit dem Ausgleichstreffer von Yann Sturm wendete sich das Blatt. Deichmann drehte vor der Pause das Spiel und Scholz köpfte die Kugel kurz vor der Pause sogar noch an die Latte, sodass wieder alles gut schien. Einzig zu bemängeln war zu diesem Zeitpunkt die Chancenverwertung. Das beste Beispiel dafür war der sonst ziemlich starke Costly, der allein auf den Torwart zulief und den Ball kläglich danebengelegt hat. Das rächte sich direkt mit dem Schweinfurter Ausgleich. Für unsere Mannschaft bedeutete dieser aus unerklärlichen Gründen wohl auch, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Dabei taten die Gäste so ziemlich alles, um uns doch noch gewinnen zu lassen. Erst verschossen sie einen Elfmeter, der absolut gerechtfertigt war, dann kassierten sie auch noch eine rote Karte, weil ein Spieler den Schiedsrichter beleidigte. Doch unsere Schanzer schafften es selbst gegen Zehn, sich ein Tor zu fangen und das Spiel zu verlieren.
Anlässlich des Todestags unseres viel zu früh von uns gegangenen Freundes und SU-Mitglieds war in der ersten Halbzeit am Zaun vor der Südtribüne der „Mofo für immer bei uns“-Banner zu sehen. Die Stimmung im Block war aufgrund des Spielstands in der ersten halben Stunde zwar lauter als im eher spärlich gefüllten Gästeblock, insgesamt aber doch recht verhalten. Mit den Toren wurde es vor der Halbzeit etwas lauter. In der zweiten Halbzeit sank die Mitmachquote jedoch wieder rapide – was auch der katastrophalen Leistung der Mannschaft auf dem Platz geschuldet war. In den letzten Minuten wurde nichts mehr angestimmt. Zum Abpfiff bauten wir in Rekordzeit unser Material ab und verließen den Block in der Hoffnung, dass dies der nötige Impuls für eine Veränderung der Einstellung der Spieler sei. Die letzte halbe Stunde grenzte schließlich an Arbeitsverweigerung.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, hatten unsere Schanzer auch noch eine englische Woche mit einem Auswärtsspiel in Hannover und einem Heimspiel am Samstag gegen unsere Freunde vom SV Wehen vor der Brust.
Immer Vorwärts FCI!





